Energie Schweiz

Wasserstoff als Treibstoff

In Zusammenarbeit mit: „Ihre Tankstellen – Immer in Bewegung“ Partnercontent

Wenn es um Fahrzeuge geht, die im Betrieb keine schädlichen Emissionen ausstossen, kommen den meisten Leuten batteriebetriebene Fahrzeuge in den Sinn. Zahlreiche Neulancierungen und Produktankündigungen von Elektrofahrzeugen zeigen das Engagement und Bekenntnis der Autoindustrie zu diesem Treibstoff.

Eine weitere Technologie ist die mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzelle. Auch hier tut sich einiges auf der Produktseite: Der Fahrzeughersteller Hyundai hat in Zusammenarbeit mit H2energy im September 2018 angekündigt, in den nächsten fünf Jahren 1000 Nutzfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb in Betrieb zu nehmen – dies alleine in der Schweiz. Noch dieses Jahr wird der Nachfolger des Hyundai ix35 Fuel Cell, der Hyundai NEXO, in den Weltmarkt eingeführt. Fahrzeughersteller wie Toyota oder Honda haben ebenfalls ihre ersten Wasserstofffahrzeuge bereits auf den Markt gebracht. Und noch mehr Hersteller stehen mit ihren wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen schon in den Startlöchern.

Die schnelle Betankungsdauer von nur 5 Minuten und die hohe Reichweite von bis zu 800 km sind die Stärken der Brennstoffzellenfahrzeuge. Die grösste Herausforderung für den verbreiteten Einsatz von Brennstoffzellenfahrzeugen stellen die heute noch vergleichsweise hohen Kosten dar, sowohl für Fahrzeuge, als auch für die Infrastruktur. Auch ist die Herstellung von Wasserstoff mit Hilfe der Elektrolyse heute noch sehr energieintensiv.

Doch wie funktionieren eigentlich solche Brennstoffzellen-Autos?

Der Treibstoff, mit dem das Fahrzeug angetrieben wird, ist Wasserstoff (H2). Das Hwird durch Elektrolyse, also durch elektrische Spannung im Wasser (H2O), gewonnen.  Dabei entsteht neben Wasserstoff (H2) auch Sauerstoff (O2), der an die Umgebungsluft abgegeben wird.
Da Wasserstoff eine sehr geringe Dichte aufweist, wird dieser nach der Elektrolyse komprimiert. So entstehen für Nutzfahrzeuge 350 bar, für Pkws 700 bar Wasserstoff, der jeweils an der entsprechenden Zapfsäule getankt werden kann. Der Antrieb des Elektrofahrzeugs erfolgt danach durch die elektrochemische Reaktion in der Brennstoffzelle.
Bei der Fahrt kommt als einziges Abgas Wasser (H2O) aus dem Auspuff. Damit das Brennstoffzellen-Fahrzeug auch seine Berechtigung als umweltfreundliches Fahrzeug beibehält, ist es wichtig, dass der Strom für die Elektrolyse aus erneuerbaren Quellen stammt.

An der diesjährigen Artecasa in Lugano werden im Rahmen der Initiative co2tieferlegen von EnergieSchweiz, co2tiefergelegte Autos von diversen Fahrzeugherstellern ausgestellt. Die Fahrzeuge haben einen CO2-Ausstoss von maximal 95 g/km und gehören der Energieeffizienzkategorie A oder B an. Die Besucher können sich vom Standpersonal über die jeweiligen Fahrzeuge informieren und eine gratis Probefahrt machen.





An der Messe wird zudem eine Wasserstoff-Betankungssimulation ausgestellt, anhand der die Messebesucher das Gefühl einer Wasserstoffbetankung einmal selber hautnah miterleben können. Die Simulation ist in Kooperation mit der Erdöl-Vereinigung und der Empa (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) entstanden und wird rund um die Uhr von geschultem Personal betreut.