Energie Schweiz

Vor- und Nachteile der batterieelektrischen Fahrzeuge

Schon fast täglich kommen neue batterieelektrische Fahrzeuge auf den Markt und lassen somit die ewigen Diskussionen um deren Vor- und Nachteile immer wieder aufs Neue aufkochen. Höchste Zeit ein wenig Ordnung in den Diskurs zu bringen, und die Elektromobilität nach dem heutigen Stand der Technik etwas genauer anzuschauen.  

Sind E-Autos besser oder schlechter fürs Klima? 

Je nach Studie zur Umweltverträglichkeit der Antriebe findet man unterschiedliche Resultate. Gründe für die differierenden Aussagen und Ergebnisse können zahlreich sein: zum Beispiel unterschiedliche Basisannahmen (Lebensdauer der Antriebsbatterien, Fahrleistungen, usw.), Aktualität der Daten oder verzerrende Vergleiche (wenn ein Kleinwagen mit einem Luxusauto verglichen wird). Mehr dazu erfahren Sie hier.

Sind Elektrofahrzeuge zu kostspielig? 

Ja, will man sich ein neues Auto anschaffen, so bezahlt man für ein elektrisches Modell mehr Geld. Dabei ist aber zu beachten, dass die Preise mit zunehmenden Verkaufszahlen und dank der technologischen Entwicklungen stetig sinken. Wenn man aber die Betriebskosten und die staatlichen Fördergelder dazu rechnet, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Ein Vergleich der Gesamtkosten des Fahrzeugbesitzes («Total Cost of Ownership») zeigt: Elektrofahrzeuge rechnen sich in vielen Fällen schon heute. Das liegt daran, dass die Betriebskosten dank der höheren Effizienz und der niedrigeren Energiekosten geringer sind als bei treibstoffbetriebenen Fahrzeugen. Zudem sind die Wartungskosten deutlich tiefer, da in einem Elektroauto mehrere wartungsintensive Komponenten wie Verbrennungsmotor, Kupplung oder Getriebe fehlen. Beim Bremsen wird überdies elektrische Energie zurückgewonnen, wodurch Verschleissteile wie Bremsbeläge und -scheiben geschont werden. Unter diesem Link auf Seite 12 erfahren Sie noch mehr Informationen zu den Gesamtkosten eines Elektroautos.

Muss man bei wechselnden Jahreszeiten auch mit schwindender Reichweite rechnen? 

Es ist bekannt, dass sich die Reichweite der E-Autos im Winter verringern. Grund dafür ist die Zusammensetzung der Batterie. Mit ein paar einfachen Tricks kann man dem aber entgegenwirken. So empfiehlt es sich beispielsweise die Heizung nur dann einzustellen, wenn sie auch wirklich benötigt wird. Zudem können auch anhand eines möglichst gleichmässigen Fahrstils wichtige Kilometer Reichweite eingespart werden. Und wenn man die Aufladung des Fahrzeugs auf kurz vor der nächsten Abfahrt terminiert, wechselt der Akku direkt vom Laden in den Fahrmodus mit der richtigen Betriebstemperatur. Dabei lassen sich nochmals einige Kilometer gewinnen. Aber nicht nur die Elektroautos haben mit der Kälte zu kämpfen, denn auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor haben im Winter einen höheren Kraftstoffverbrauch. Auf der Webseite von Eco Drive findet man zudem weitere Tipps, um auch einfache Art und Weise Treibstoff und Geld zu sparen.

Wie sieht es mit der Ladeinfrastruktur aus? 

In der Schweiz gibt es bereits ein flächendeckendes Ladenetz. Leider herrscht aber unter den verschiedenen Anbietern Chaos und dies zu Lasten der Konsumenten. Unterschiedliche Ladeleistungen und -geschwindigkeiten sowie unterschiedliche Verrechnungsmethoden sorgen für Unmut bei den Konsumenten. Der Handlungsbedarf wurde aber erkannt und die Netzbetreiber arbeiten daran, das Laden von Strom benutzerfreundlicher zu gestalten.

Abschliessend kann man aber sagen, dass der Elektromobilität in der Schweiz nichts mehr im Wege steht und im grössten Teil der Schweiz die E-Mobilität gewährleistet ist. Veranschaulicht wird dies unter der Karte www.ich-tanke-strom.ch. Auf einen Blick erkennt man zudem, wo Ladestationen frei und wo besetzt sind. Offensichtlich ist aber auch, dass sich die Technologie und deren Infrastruktur noch verbessern und weiterentwickeln muss. Erst so wird die Elektromobilität massentauglich.