Energie Schweiz

Bei co2tieferlegen auf Probefahrt

Zwischen der Avenue Jomini und Avenue Bergières in Lausanne steigt jedes Jahr Mitte September ein Volksfest: An der Messe Comptoir Suisse trifft sich toute Lausanne und Umgebung, um nach neuen Möbeln Ausschau zu halten, Konzerten zu lauschen und gutem Wein zu frönen.

Im Jardin de Beaulieu fällt ein Stand besonders auf: Autos von verschiedenen Marken glänzen dort in der Sonne, ein roter Container steht auf dem Asphalt und Fahnen ragen in die Höhe. Einige Besucherinnen und Besucher der Messe fühlen sich von den Autos angezogen. Sie checken die Grösse des Kofferraums, setzen sich zur Probe ans Steuer und studieren die Preislisten.

Der Standbetreiber ist co2tieferlegen. Das Projekt ist mit seiner Roadshow an Publikums- messen in der Schweiz unterwegs. So auch an der Comptoir Suisse. co2tieferlegen zeigt eine Auswahl aus dem reichen Angebot an energieeffizienten Fahrzeugen.

Beim Anschauen muss es aber nicht bleiben. An der co2tieferlegen-Roadshow kann jedes Modell auch gratis getestet werden. Wer sich für eine Probefahrt Zeit nimmt, steht vor einer schwierigen Wahl. Verschiedene Modelle stehen am Stand bereit: ein BMW i3, ein Fiat Panda Erdgas, ein Ford Focus, ein Hyundai IONIQ, ein Mercedes E-Klasse 350, ein Nissan Leaf, ein Renault Zoe und ein VW eGolf. Die Fahrzeuge könnten unterschiedlicher nicht sein: Von der Limousine bis zum Kleinwagen ist für fast jeden und jede etwas dabei.

Wir entscheiden uns für den Hyundai IONIQ. Das Modell gibt es in einer Hybrid- und in einer rein elektrischen Version. Seine Schweiz-Premiere feierte der IONIQ im Herbst 2016 just an der Comptoir Suisse in Lausanne, als co2tieferlegen dort zum ersten Mal zu Gast war.

Gleich zu Beginn fällt auf, dass der Wagen extrem leise über die Strasse gleitet. Davon seien die meisten Probefahrer gleich positiv überrascht, so die Fachpromotorin, welche die Probefahrt begleitet. «Dies und die Beschleunigung überzeugen selbst die grössten Skeptiker», meint sie lächelnd. Während der Fahrt erklärt sie einige Features des Fahrzeugs wie beispielsweise den Autopiloten. Anfangs fällt es schwer, das Steuer loszulassen. Doch tatsächlich – der Autopilot hält die Spur und auch den Abstand zum nächsten Fahrzeug.

Eine halbe Stunde fahren wir durch Lausanne und testen das Auto auf Herz und Nieren. Dann geht es zurück ins Messezentrum. Wer nach der Probefahrt Lust auf noch mehr Action spürt, kann am Stand von co2tieferlegen den Hau den Lukas schlagen. Doch ein Blick auf das fünf Meter hohe Spiel erstaunt: Ganz unten steht 95 g/km, oben 0 g/km. Die verwunderte Frage nach diesen Angaben beantwortet das Personal: co2tieferlegen sei ein Projekt zur Förderung von Autos mit einem maximalen CO2-Ausstoss von 95 g/km. Deshalb gehe es auch beim Spiel darum, den Score tiefer zu legen. Das Motto «weniger ist mehr» gilt also auch hier.