Energie Schweiz

Kalaschnikow setzt auf elektro

Was auf den ersten Blick nach einem schlechten Scherz klingen mag, ist Tatsache geworden. Kalaschnikow versucht Fuss zu fassen im Elektroautomarkt und will damit dem amerikanischen Elektropionier Tesla die Stirn bieten.

Kalaschnikow präsentierte letzte Woche auf einer Messe in Moskau das erste Elektroauto aus den eigenen Reihen. Es handelt sich hierbei um den CV-1 der nicht, wie sonst so häufig in dieser Branche, einen futuristischen Look aufweist, sondern im Stile eines sowjetischen Retro-Autos daherkommt. Er soll an den aus den 1970er-Jahren stammenden Isch-Kombi angelehnt sein. Ob die babyblaue Farbe des Autos, die Waffenindustrie, die hinter diesem Projekt steht, zu vertuschen versucht? Auf jeden Fall hat auch der russische Rüstungskonzern erkannt, dass die Elektromobilität zukünftig eine wichtigere Rolle spielen wird.

Die exakten Spezifikationen zum Auto wurden von der Kalaschnikow Group nicht veröffentlicht. Der Motor soll aber an eine 90kWh Batterie gekoppelt sein, die es ermöglicht, mit einer Ladung Reichweiten von bis zu 350 Kilometer zu erreichen. Was beim Anblick dieses Retro-Cars jedoch am meisten überrascht sind die wenigen Sekunden, die das Auto braucht, um von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. Es sollen gerade mal deren 6 sein. Diese Angaben sind jedoch mit Vorsicht zu geniessen: Die Zukunft dieses Projekts ist noch völlig offen. Weder die Akku-Lieferanten sind bekannt, noch weiss man, ob es der CV-1 in die Serienproduktion schafft.

Es wird sich zeigen ob diese Idee des CV-1 Kalaschnikow ein neues Markgebiet eröffnen kann.