Energie Schweiz

FAQ zu co2tieferlegen

Fragen rund um co2tieferlegen

In den Frequently Asked Questions (FAQ) finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Projekt co2tieferlegen und zum Thema energieeffiziente individuelle Mobilität im Allgemeinen.

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FAQ

Was ist co2tieferlegen?
co2tieferlegen ist eine nationale Kampagne von EnergieSchweiz zur Promotion energieeffizienter Fahrzeuge.
Welche Kriterien müssen energieeffiziente Fahrzeuge erfüllen, um bei co2tieferlegen aufgenommen zu werden
Alle in der Schweiz erhältlichen Fahrzeuge, die einen maximalen CO2-Ausstoss von 95 g/km haben und die der Effizienzkategorie A oder B angehören, erfüllen die Kriterien von co2tieferlegen. Alle Modellvarianten sind in der Fahrzeugsuche auf der Webseite co2tieferlegen.ch aufgeführt.
Warum gerade die Grenze von 95 g/km?
Bisher gilt beim CO2-Ausstoss ein Zielwert von 130 g/km. Im Mai 2017 wurde die Energiestrategie 2050 vom Volk angenommen. Im ersten Massnahmenpaket ist ein neuer Zielwert von 95 g/km für das Jahr 2020 definiert. Pro Importeur darf der durchschnittliche Ausstoss aller importierten Fahrzeuge diesen Wert nicht überschreiten. Tut er es doch, zahlen die Importeure Sanktionen.
Was tut co2tieferlegen konkret für energieeffiziente Autos?
Sie finden alle energieeffizienten Personenwagen auf der Webseite co2tieferlegen.ch im Überblick und zum Durchsuchen. Ausserdem gibt es auf der Seite spannende Geschichten und Interviews rund ums Thema.
co2tieferlegen bringt energieeffiziente Autos an der Roadshow einer breiten Bevölkerung näher. Das Projekt ist an diversen Publikumsmessen in der Schweiz zu Gast und zeigt dort Modelle verschiedener Marken. Diese können direkt vor Ort Probe gefahren werden.
Energieeffizienz ist auch am Autosalon Genf ein wichtiges Thema, ganz nach dem Motto "weniger ist mehr Zukunft". co2tieferlegen ist als Presenting Partner mit dabei und zeigt, dass energieeffiziente Autos am Salon mittlerweile fast an allen Ständen zu finden sind.
Weshalb wird bei der Energiestrategie 2050 ein Fokus auf die Mobilität gelegt?
Der Verkehr trägt heute zu 36 Prozent zum Gesamtenergieverbrauch der Schweiz bei (ohne internationalem Luftverkehr), sein Anteil bei den CO2-Emissionen beträgt aktuell 32 Prozent. Im Gegensatz zu anderen Sektoren wie Gebäude oder Industrie und Dienstleistungen konnten die CO2-Emissionen nicht in vergleichbarem Umfang gesenkt werden. Im Rahmen der Energiestrategie 2050 werden daher auch die Massnahmen im Bereich Mobilität verschärft. Die Wichtigste: CO2-Emissionsvorschriften für Neuwagen. Der CO2-Ausstoss der Schweizer Neuwagenflotte soll dadurch sinken.
Wie hoch ist der Ausstoss der Schweizer Neuwagen aktuell?
Die CO2-Emissionen der Neuwagen 2016 betrugen durchschnittlich 134 g/km. Der durchschnittliche Ausstoss sinkt seit Jahren kontinuierlich – 2014 betrug er noch 142 g/km.
Wie gross war im 2016 der Marktanteil der Fahrzeuge, die den Kriterien von co2tieferlegen entsprechen?
Knapp 18'615 Fahrzeuge, welche im 2016 neu immatrikuliert wurden, haben einen CO2-Ausstoss von maximal 95 g/km und gehören der Energieeffizienzkategorie A oder B an. Bei einem Gesamtmarkt von etwas mehr als 314'364 verkauften Personenwagen ergibt dies einen Marktanteil von 5,9 Prozent.
Warum soll ich mein Auto co2tieferlegen? Was bringt mir der Kauf eines energieeffizienten Autos?
Allem voran bringt es finanzielle Einsparnisse: Energieeffiziente Fahrzeuge weisen tiefere Betriebskosten aus. Dies insbesondere aufgrund des tieferen Verbrauchs oder den günstigeren Treibstoffkosten für Strom. Dazu werden sie vielerorts von Städten, Gemeinden, Energieversorgern und Privaten mit Förderbeiträgen unterstützt. In vielen Kantonen ist die Motorfahrzeugsteuer für energieeffiziente Fahrzeuge reduziert. Nach dem Bonus-Malus-System ist die Steuer dafür für verbrauchsstarke Fahrzeuge höher. Trotz Energieeffizienz muss weder auf Komfort und Auswahl noch auf Design und Fahrspass verzichtet werden. Es gibt eine grosse Auswahl an Modellvarianten für ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Die Energieeffizienz ist also ein Kaufkriterium mit vielen Vorteilen.
Gibt es überhaupt genug Auswahl an energieeffizienten Fahrzeugen?
Die Zahl der Modellvarianten steigt stark an: Ende 2014 waren es gut 200, aktuell sind es 300 Modellvarianten (davon über 270 in der Energieeffizienzkategorie A), die den Kriterien von co2tieferlegen entsprechen. Alle Modelle finden Sie auf dieser Webseite und können Sie nach verschiedenen Kriterien durchsuchen – beispielsweise nach Marke, Antriebsart oder anderen Präferenzen. Zu jedem Modell gibt es zudem einen TCO-Rechner (Total Cost of Ownership), der die tatsächlichen Betriebskosten aufzeigt. 
Sind alle co2tiefergelegten Fahrzeuge elektrisch angetrieben?
Nein. co2tieferlegen berücksichtigt in seiner Datenbank alle Antriebsarten. Über 60% der co2tiefergelegten Fahrzeuge sind zum aktuellen Zeitpunkt rein fossil, sprich mit Erdgas, Diesel- oder Benzinmotoren angetrieben. Etwas mehr als 20% sind Hybride.
Thema Elektrofahrzeug. Ist da die Reichweite nicht nach wie vor ein Problem?
Die durchschnittlich mit dem Auto zurückgelegte Distanz in der Schweiz pro Tag und Person beträgt 36,8 km (Bundesamt für Statistik 2015), davon werden 16,3 km in der Freizeit zurückgelegt. Diese Strecke schafft jedes Elektrofahrzeug locker. Dank der technologischen Entwicklung steigt die Reichweite stetig an. Bereits heute gibt es rein elektrische Fahrzeuge, die 500 Kilometer fahren können. Dazu kommt ein immer dichter werdendes Netz an Ladestationen, darunter auch Schnellladestationen, an denen die Autos in nur 20 Minuten aufgeladen werden können.
Müsste man nicht vom Auto auf den öffentlichen Verkehr umsteigen, um die Umwelt zu schützen?
Die meisten Schweizerinnen und Schweizer nutzen den öffentlichen Verkehr in Kombination mit einem eigenen Motorfahrzeug. Pendlerinnen und Pendler legen 60% der für die Arbeit zurückgelegten Distanzen mehrheitlich mit dem Auto zurück (Bundesamt für Statistik 2015). Deshalb ist es wichtig, dieses meistgenutzte Verkehrsmittel energieeffizienter zu machen, um so den CO2-Ausstoss, den der Verkehr verursacht, markant zu senken.
Warum kann ein Auto, das weniger als 95 g/km CO₂ ausstösst, in einer schlechteren Effizienzkategorie als A oder B sein?
Die Kategorie-Einteilung bezieht sich ausschliesslich auf die Energieeffizienz und nicht auf andere Umweltaspekte wie beispielsweise den CO2-Ausstoss. So wird beispielsweise die Energieeffizienz eines Elektrofahrzeugs aufgrund des Stromverbrauchs des Fahrzeugs gemessen. Der Primärenergieverbrauch des Elektrofahrzeugs wird zum Beispiel mit demjenigen eines Dieselfahrzeug verglichen, wobei es durchaus vorkommen kann, dass das Elektrofahrzeug ineffizienter ist als das Dieselfahrzeug – obschon der ausgewiesene CO2-Ausstoss auf der Energieetikette beim elektrisch angetriebenen Fahrzeug tiefer ist.
Warum fallen manche Modelle aus der Effizienzkategorie A oder B raus?
Die Energieetikette ist als Vergleichshilfe gedacht. Neuwagen brauchen insgesamt wegen der besseren Motoren und weiterer Verbesserungen immer weniger Treibstoff. Deshalb wird die Einteilung der Effizienzkategorien jährlich angepasst und verschärft. Die jährliche Neuberechnung der Kategoriengrenzen stellt sicher, dass die Anteile der Kategorien je ein Siebtel betragen. Dies kann dazu führen, dass ein Fahrzeug, welches am 31.12. eines Jahres in der Kategorie B ist, am Folgetag in die Kategorie C fällt.
Wie kann ich den Treibstoffverbrauch und die CO₂-Emissionen meines Fahrzeugs zusätzlich senken?
Durch eine angepasste Fahrweise lässt sich bis zu 15 Prozent Treibstoff sparen. Dadurch sinkt auch der CO2-Ausstoss. Hierzu wurde von der Organisation Quality Alliance Eco-Drive das Projekt Eco-Drive lanciert (ecodrive.ch). Die wichtigsten EcoDrive-Regeln lauten:
  • Früh hochschalten – zügig beschleunigen – spät runterschalten.
  • Im höchstmöglichen Gang bei niedriger Drehzahl fahren.
  • Vorausschauend, partnerschaftlich und gleichmässig fahren.
  • Reifendruck prüfen. Lasten reduzieren. Klimanlage optimal einsetzen.
Wo erfahre ich, auf welche Besonderheiten ich bei meinem eigenen Auto achten muss?
Das Fahrzeug sollte regelmässig überprüft werden. Beim Auto Energie Check wird das Auto hinsichtlich Benzinverbrauch und Auswirkungen auf das Klima geprüft. In einem Beratungsgespräch werden die Autofahrerinnen und Autofahrer auf wichtige Aspekte hingewiesen und können so bis zu 20 Prozent Energie und Geld einsparen. Über 30'000 Personen haben bereits davon profitiert und insgesamt rund 36'000 Tonnen CO2 eingespart. Der Auto Energie Check ist eine gemeinsame Aktion von EnergieSchweiz und dem Garagistenverband AGVS. Mehr als 1000 Garagisten nehmen daran teil (autoenergiecheck.ch).