Energie Schweiz

Die Energieetikette als Entscheidungshilfe

Die Energieetikette zeigt, wie effizient ein Modell ist. So viel wissen die meisten. Doch schaut man dieses Dokument einmal genauer an, findet man darauf noch mehr nützliche Angaben. Wir schlüsseln diese auf und erklären, wie die Energieetikette Sie beim Autokauf unterstützen kann.

Die Energieetikette wird jährlich aktualisiert. Alle Fahrzeugmodelle werden gleichmässig auf die sieben Energieeffizienzkategorien A bis G aufgeteilt. A bedeutet besonders effizient und G besonders wenig effizient. Da immer neue effiziente Fahrzeuge dazu kommen, kann es also gut sein, dass ein Modell eine Kategorie tiefer rutscht.

Angaben zum Modell und seinem Energieverbrauch
Im oberen Drittel der Etikette sind die wichtigsten Angaben zum Fahrzeug aufgeführt. Neben Marke und Modellname können Sie dort ablesen, welcher Treibstoff das Modell antreibt, welches Getriebe es hat und wie sein Leergewicht in Kilogramm ist. Dazu gibt es auch eine Angabe zur Emissionsvorschrift nach Euronorm. Dabei geht es um den Ausstoss an Stickstoffoxiden (NOx). Fahrzeuge mit der Norm Euro 6 haben beispielsweise einen NOx Ausstoss von maximal 80 mg/km.

Im mittleren Teil der Energieetikette wird der Energieverbrauch pro 100 Kilometer aufgeführt. Der Verbrauch wird gemäss Europäischem Fahrzyklus NEFZ gemessen. Die Angabe stellt den Verbrauch «tank to wheel» dar. Er zeigt also an, wie viel Treibstoff der eigentliche Betrieb des Autos verbraucht.

Damit der Verbrauch auch bei Modellen mit unterschiedlichen Antrieben verglichen werden kann, ist bei Fahrzeugen, die nicht mit Benzin betrieben werden, das Benzinäquivalent angegeben. Dieses wird mittels Umrechnungsfaktoren berechnet.

Unter dem Energieverbrauch sind die CO2-Emissionen in Gramm pro Kilometer angeben. Auf einem farbigen Balken wird angezeigt, in welchem Verhältnis zum Durchschnitt das Modell steht. Die durchschnittlichen Emissionen aller erstmals immatrikulierten Neuwagen ist dort angegeben. Für 2018 beträgt dieser Wert 133 g/km.

Die Angabe «CO2-Emissionen aus der Treibstoff- und/oder Strombereitstellung» unter dem Balken zeigt an, wie viel CO2 in Gramm pro Kilometer bei der Produktion des Treibstoffes bzw. Strom anfällt.

Berechnung der Energieeffizienzkategorie
Im unteren Teil befindet sich die Energieeffizienzkategorie. Eine Skala auf der alle Kategorien aufgeführt sind, dient als Orientierungshilfe. Für die Einteilung in die Effizienzkategorie sind der Energieverbrauch und das Gewicht ausschlaggebend.

Um die Effizienzkategorien zu ermitteln, dienen Primärenergie-Benzinäquivalente. Diese ermöglichen einen direkten Vergleich verschiedener Antriebsarten. Die Berechnung erfolgt für sämtliche Antriebsarten anhand der gesamten Wirkungskette, also von der Energiequelle bis zum Rad («well to wheel»)

Der absolute Verbrauch wird für die Kategorisierung zu 70 Prozent gewichtet, der relative Verbrauch (Liter/Leergewicht) zu 30 Prozent. Somit wird gewährleistet, dass nicht nur Kleinwagen die Energieeffizienzkategorie A erhalten können. Diese Einteilung soll einen fairen, transparenten Vergleich ermöglichen. Familienautos beispielsweise haben aufgrund ihrer Grösse und des damit verbundenen höheren Gewichts meist einen höheren Verbrauch als Kleinwagen.

Die Effizienz ist also zentral: in der Kategorie A sind nicht (nur) die sparsamsten Autos, sondern die energieeffizientesten Modelle aufgeführt.