Energie Schweiz

Ersetzt die Batterie schon bald den Verbrennungsmotor?

Weltweit sind Bestrebungen im Gange, die Luftverschmutzung, insbesondere in Städten, zu reduzieren. Die Umstellung auf eine alternative, schadstoffarme Mobilität trägt einen entscheidenden Beitrag dazu bei. Batterieelektrische Fahrzeuge spielen hierzu eine wichtige Rolle.

Laut der internationalen Energie Agentur (IEA) wurden 2017 weltweit mehr als eine Million neue Elektroautos verkauft. Somit sind heute insgesamt über 3 Millionen E-Fahrzeuge auf den Strassen der Welt unterwegs. Dies ist gemessen an der Gesamtzahl aller Autos (über 1.2 Mrd.) noch eine geringe Anzahl. Aber neue Technologien können sich rasch durchsetzen. Ein wichtiges Element spielen dabei die Kosten. Während Elektroautos im Betrieb und Unterhalt deutlich günstiger sind, ist der Anschaffungspreis zurzeit noch höher. Die Hauptgründe hierfür sind die teuren Batterien und die geringen Stückzahlen. Im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin moneycab sagte Dr. Thiemo Lang, dass sich dies in naher Zukunft schon bald ändern wird:

«Zum einen werden sich die Batteriekosten (eine der grössten Kostenkomponenten von E-Fahrzeugen) in den nächsten drei Jahren halbieren. Darüber hinaus sinken die Produktionskosten durch die Realisierung von Grösseneffekten und das einfacherer Fahrzeugdesign im Vergleich zu traditionellen Modellen. Ein Elektrofahrzeug hat weniger bewegliche Teile als ein konventionelles Auto – genauer gesagt nicht einmal ein Zehntel so viele. Das verkürzt die Montageprozesse und vereinfacht die Instandhaltung durch den Besitzer.»

Wenn diese Preise sinken, werden mehr Menschen beim Kauf eines neuen Autos ein Elektro- oder Hybridfahrzeug in Erwägung ziehen. Seitens der Hersteller kann man ganz klar erkennen, dass man sich auf diesen Wandel vorbereitet: Bereits heute werden ein oder gar mehrere Modelle je Autobauer angeboten, die ganz oder teilweise elektrisch betrieben sind. Und die Ankündigungen von interessanten, neuen Modellen zeigen, dass das Angebot noch stark wachsen wird.

So hat sich beispielsweise der Fahrzeughersteller Daimler dazu entschieden, dass ab 2020 alle seine Smart-Modelle nur noch elektrifiziert hergestellt werden sollen. In einer ersten Phase kamen hierzu Anfangs 2018 zwei Smart-Modelle auf dem Schweizer Markt; die Modelle EQ fortwo und forfour. Diesen Herbst hat der Volkswagen-Konzern eine Neuauflage des Audi e–tron, und Hyundai die Ioniq-Serie auf den Markt gebracht. Und laut verschiedensten Herstellern sollen im nächsten Jahr weitere Fahrzeugmodelle, in der mittleren Preisklasse, erhältlich sein, wie zum Beispiel das Modell 3 von Tesla. Aber auch der Fahrzeughersteller Mini hat einen Plug-In Hybriden, den Mini Cooper S E Countryman All4, in der Pipeline.