Energie Schweiz

Fiat 500e

Fiat überrascht!

Damit hat niemand gerechnet: Die neue Generation des 500 (Cinquecento) wird es nur noch mit Elektroantrieb geben. Das aktuelle Modell mit Verbrennungsmotor bleibt aber vorerst im Verkauf. 

Nach Mini und Smart rollt bald schon eine weitere Ikone rein elektrisch an den Start – der Fiat 500. Der Cinquecento wurde vor 13 Jahren in einer modernen Form neu aufgelegt und hat seither unzählige Facelifts erhalten. Und nun das: Fiat bringt sein Mini nicht nur in einer neuen Modellgeneration, sondern radikal neu. «Für uns ist es nicht die dritte Modellgeneration – es ist die dritte Wiedergeburt», sagt Fiat-Chef Olivier François. «Wir gehen mit dem neuen 500e ‘all in’ und schauen nicht zurück». Fakten: Das neue Modell wird es fortan nur noch mit reinem Elektroantrieb geben. Ein kühner Schachzug, zumal dieses Modell für mehr als ein Viertel der gesamten Verkäufe von Fiat verantwortlich ist. Das gibt auch François zu. «Doch für uns ist es der einzig sinnvolle Schritt.»

Werbebotschafter ist kein Geringerer als Hollywood-Star Leonardo DiCaprio, der 2014 zum Friedensbotschafter der Vereinten Nationen ernannt wurde. Er setzt im Kampf gegen die Klimaerwärmung ein. «Bist Du bereit für eine Wiedergeburt?», fragt er provokant im Werbespot.

Ebenso clever wurden die Eckdaten des 500e definiert: Mit einer 42-kWh-Batterie soll der kleine Italiener eine Reichweite von 320 Kilometer nach WLTP schaffen, im Stadtbetrieb sollen gar 400 Kilometer möglich sein. Dank der Ladeleistung von 85 kW werden in nur fünf Minuten Strom für weitere 50 Kilometer nachgeladen – Reichweitenangst ist da kein Thema mehr. 80 Prozent der Batterie sind in etwas mehr als einer halben Stunde wieder voll. Der E-Motor leistet 87 kW (118 PS) und beschleunigt den Winzling in 3,1 Sekunden auf 50 km/h, den Wert auf Tempo 100 verschweigen die Italiener. Schluss ist bei maximal 150 km/h.

Nicht nur der Antrieb und das Design sind neu, sondern auch der Innenraum. Fast alles wird über ein grosses Touch-Display über der Mittelkonsole oder einer Sprachsteuerung (Amazon Alexa) bedient – das Cockpit ist entsprechend schnörkellos gestaltet. Für eine bessere Nachhaltigkeit sorgen unter anderem Sitzbezüge aus recyceltem Plastik aus dem Meer.

Wer nicht bis Ende Jahr auf den Stromer warten mag, für den gibt’s den aktuellen Cinquecento auch als Mild-Hybrid. «Firefly» heisst der komplett neu konzipierte Basismotor mit der sogenannten Mild-Hybrid-Technologie. Der 77 kg leichte 1,0-Liter-Dreizylinderbenziner verleiht dem Wägelchen 70 PS – notabene satt eine Pferdestärke mehr als beim bisherigen 1,2-Liter-Vierzylinderbenziner.